Wir wollten schon längst einmal am Rhein wandern. Mit Hilfe des Büchleins “Rheinsteig” von Tassilo Wengel, erschienen im Bruckmann-Verlag, bereiteten wir uns auf eine Tour im Mittelabschnitt vor. Nach einem “Prolog” – einem kleinen Abstecher ins “Gotische Weindorf Kiedrich” (unbedingt zu empfehlen!) – legten wir an vier Tagen die Etappen Assmannshausen – Lorch – Kaub – St. Goarshausen – Kestert zurück, alles in allem ca. 75 km.
Diese 5 Tage mit z.T. tüchtigem Auf und Ab dienten uns vor allem dazu, eine Antwort auf die Frage zu erhalten, ob unsere Ausrüstung “rucksackreif” ist. Mit 2 Garnituren Funktions-Unterwäsche und entsprechenden T-Shirts waren wir bestens gerüstet. Und es zeigte sich, dass mit dem Standard-Ablauf im Hotel von “viel-Wasser-Trinken (es war sehr heiß in jenen Tagen), Duschen, Wäsche-Waschen, halbstündiger Schlaf” immer ein guter Übergang in den gemütlichen Teil des Tages möglich war. Und der wurde mit einem leckeren (und preiswerten!) Rheinwein gekrönt.
Am nächsten Morgen war die Wechselwäsche trocken!
Wichtig war für uns, dass wir das Überflüssige ermittelten. Die Vorstellung, evtl. mal eine Etappe nicht in den schweren Wanderschuhen, sondern in Sandalen zu laufen, ließen wir schnell fahren. Künftig setzen wir ausschließlich auf richtig festes Schuhwerk (Bergschuhe) – und für den Abend auf das Leichteste, was es auf dem Schuhmarkt so gibt. Auch vom Fernglas haben wir uns verabschiedet. Tja, und auf das Rasierzeug werde ich wohl auch weitestgehend verzichten. Unsere alten, auf Schweizer Berge ausgerichteten Anoraks haben wir in der Folgezeit durch wesentlich leichtere Exemplare ersetzt. Sonnenhut, Fleecejacke, Regen-Überhosen und leichte, das ganze Bein bedeckende Wanderhosen runden die Ausrüstung ab. Besser mal sachte vor sich hin schwitzen als vom Sonnenbrand geplagt zu werden…
Fazit der Rheinsteig-Tour: “Yes, we can!”
Mußte also nur noch die Etappenplanung her…