Der ersehnte Ruhetag begrüßt uns mit schönstem Sonnenschein. Noch gestern Abend haben wir uns einen kleinen Eindruck von der Altstadt verschafft. Nun wollen wir hoch auf die gut erhaltene Burg.
Das innere Tor beeindruckt uns mit seinem Fallgitter – als wir darunter durch gingen, blieb es zum Glück oben.
Im Innenhof sind wir nicht die Einzigen. Und da in fünf Minuten die nächste Führung begann, schlossen wir uns an.
Der Wehrgang ist – wie die gesamte Burganlage – sehr gut erhalten.
Die Schießscharten sind mit hölzernen Kugelgelenken versehen. Das Sprichwort “Holzauge sei wachsam!” sei von diesen Holzaugen gekommen.
Auf der Harburg war man offenbar nicht nur wachsam, sondern auch klug: oft
belagert, aber nie zerstört! Wenn der Feind zu stark war, übergab man die Burg. Hätte doch das alte Deutschland mehr solcher Burgherren besessen…
In einer Schießscharte der drei Meter dicken Mauer des Bergfrieds sehen wir vier weiße Wattebällchen – junge Turmfalken kuscheln sich aneinander. Unglaublich, bei diesem Publikumsverkehr hier die Eier abzulegen und auszubrüten!
Malerisch liegt Harburg an der Wörnitz, der schönste Teil der Altstadt allerdings versteckt sich unmittelbar unter uns am Abhang.
Der Flußname “Wörnitz” dürfte slawischen Ursprungs sein – aber siedelten hier jemals Slawen?
In einem kleinen Cafe auf der alten Brücke genießen wir Eis mit heißen Himbeeren und…
…den Blick zurück zur Burg.