So schön der Vortag vom Wetter her war, so häßlicher wurde es heute.
Grau in grau blieb Wemding hinter uns zurück,
Grau ragt vor uns die Wallfahrtskirche Maria Brünnlein in den Himmel.
Das einzige hell im Licht Strahlende ist die Marienstatue.
Vor Amerbach müssen wir zweimal Bauern, die ihren Traktor neben uns stoppen, erklären, warum wir bei dem Sauwetter mit soviel Gepäck die Feldwege entlang laufen. “Bis Chemnitz?” Sie schütteln ungläubig den Kopf und wünschen “Guten Weg!”
Ab Polsingen wollten wir eigentlich im Tal aufwärts linksseitig vom Bach gehen, lassen uns aber von der guten Wegmarkierung verführen und folgen dem Frankenweg auf die östliche Höhe.
Wir sind wesentlich länger unterwegs, finden einen brauchbar trockenen Aussichtspavillon für die Mittagspause und bezahlen die gute Aussicht mit einem fast halsbrecherischen Abstieg auf dem steilen regennassen Wiesenpfad hinunter nach Ursheim.
Wir sind für heute geheilt und bleiben bis Heidenheim auf den Wegen im Tal, zuletzt der Einfachheit halber sogar ein Stück auf der Straße.
Die Sonne kommt noch einmal zum Vorschein und gestattet einen Bummel durch den kleinen Ort mit der großen Vergangenheit.
Dann treiben uns dunkle Wolken vom z.Z. renovierten Ortskern zurück in die “Alte Post” zu einem guten Essen und einem Schwatz mit dem Wirt.