Von Raitschin laufen wir
„auf Sicht“ zur Grenze hinüber nach dem sächsischen Posseck.
Hier überqueren wir die ehemalige Grenze zwischen Bundesrepublik und DDR.
Auf frisch gemähten Wiesenwegen ist ein angenehmes Laufen.
Bei Haselrain sind wir über 600 Meter hoch und haben einen weiten Blick zurück auf das Fichtelgebirge und nach vorn in das ringsum von Höhen umschlossene Gebiet südlich von Plauen/Vogtland.
Wir folgen dem Steinmauerweg, einem sehr schönen Waldweg bis dicht vor Bösenbrunn.
Wir trauen unseren Augen nicht: direkt am Wegrand stehen Pfifferlinge und immer wieder mal Pfifferlinge. Da das Treffen mit unseren Freunden Regina und Thomas an der Kirche von Bösenbrunn verabredet ist und die beiden heute wieder nach Hause fahren, nehmen wir die Pilze mit.
Dann folgt eine Szene, die an die Haftentlassung von Egon Olsen in der oft gesehenen Film-Serie erinnert: Regina und Thomas begrüßen uns mit einer Sachsen – Fahne und Bier.
Und wir bringen Pfifferlinge mit!
Die beiden haben das Auto in Geilsdorf stehen lassen und sind mit den Fahrrädern hierher gekommen. Die Drahtesel werden angekettet – und los geht es per pedes!
Auf dem Weg nach Dröda veranlasst uns ein Regenguss zur Pause in einem Buswartehäuschen, die genutzt wird zum Vespern.
Am nächsten Buswartehäuschen scheint schon wieder die Sonne und wir packen die Anoraks weg.
Es kommt die Autobahnbrücke über die Elster in Sicht, die ich als Jugendlicher nur als die „Unvollendete“ kannte und die nun doch noch fertig gestellt wurde. Hier habe ich oft im Stau gestanden, als sie noch im Bau war.
Ein alter Stein mit Entfernungsangaben verrät uns, dass es nicht mehr weit ist bis zum Tagesziel in
Geilsdorf.
Wir sind die einzigen Gäste im Hotel in Geilsdorf. Mit Thomas fahre ich schnell hinunter zum Bahnhof Weischlitz, um den Fahrplan der Vogtlandbahn zu erhalten.
Zum Abendessen bringt uns das Auto nach Planschwitz, wo unsere heutigen Begleiter bei ihrer Fahrradtour einen Gasthof mit zahlreichen parkenden Autos entdeckt hatten – allweil ein Zeichen für Qualität.






