Von Nickenich über Maria Laach nach Niederdürenbach 19 km

Beitrag vom 29 Juni 2010

Dienstag, 08. Juni 2010

Auf dieser zweiten Etappe wollen wir uns etwas Zeit nehmen für Maria Laach. Der Start sollte gegen neun Uhr sein, doch es wird eine Stunde später – wir schlafen lange. Und das Frühstück lädt auch zum Verweilen ein.

Beeindruckende Naturstein-Gebäude

Beeindruckende Naturstein-Gebäude

Die aus dunklem Gestein vulkanischen Ursprungs errichteten Häuser hatten uns schon gestern Abend beeindruckt.

Heute morgen führt unser Weg an ihnen vorbei – wieder hinauf auf die Höhe, immer Richtung Westen. Es ist ein wunderbarer Tag zum Wandern: sonnig, etwas Wind, ein paar hohe Wolken.

Der Anstieg hat uns ins Schwitzen gebracht. Wir freuen uns schon, dass

Nachbau eines römischen Grabmals

Nachbau eines römischen Grabmals

wir gleich in einen schattigen Waldweg eintauchen können. Da fällt unser Blick nach rechts auf ein kleines rundes Bauwerk. Es entpuppt sich als der Nachbau eines an dieser Stelle gefundenen römischen Grabmals, eines Tumulus.

Sehr gut gestaltete Schrifttafeln erklären, dass man hier in unmittelbarer Nähe auch ein sogenanntes Nischengrab fand. Die Besonderheit ist die Tracht der dargestellten Personen, die sowohl keltische wie römische Kleidungsstücke trugen – ein Hinweis für die allmähliche Assimilation der einheimischen (wohlhabenden) Gesellschaft mit der römischen.

Eine gelungen gestaltete Anlage!

Fotoobjekt am Wegesrand

Fotoobjekt am Wegesrand

Lange gehen wir nun im Wald aufwärts.

Und indessen ich mir Mühe gebe mit der Nahaufnahme dieser Weinberg-Schnecke –

nimmt Monika “Fahrt auf”

und ich habe größte Mühe, ihr zu folgen.

Dafür verpassen wir den Abzweig, den wir eigentlich gehen wollten, und kommen oben auf dem Kraterrand des Laacher Sees heraus.

Der sanft abfallende Weg hinunter nach Maria Laach (mit einer einzigen Steileinlage) ist mit vielen erklärenden Bildtafeln so etwas wie ein

Geologie zum Anfassen

Geologie zum Anfassen

Bilderbuch der Erdgeschichte. Die gewaltige Eruption, die das Laacher Maar schuf, – mit Ascheablagerungen, die man noch in Schweden und im Mittelmeerraum fand, – dürfte das Klima jener Zeit gewaltig beeinflusst haben. Man kann es sich gar nicht vorstellen, wenn man heute durch diese idyllische Landschaft geht.

Klosterkirche Maria Laach

Klosterkirche Maria Laach

Und dann liegt es auch schon vor uns – dieses Prachtexemplar einer romanischen Klosterkirche: Maria Laach.

Wir lassen uns viel Zeit, genießen die Stille im Halbdunkel des Kircheninneren und sind fasziniert von den vielen kleinen Details der Verzierungen des Bauwerks.

Der Löwenbrunnen erinnert uns an den in der Alhambra. Welches der

Löwenbrunnen

Löwenbrunnen

ältere ist, bleibt eine eigentlich gegenstandslose Frage. Brunnen dieser Art finden sich in jenen alten Zeiten mehrfach. Und wozu streiten um ein so schönes Bauwerk…

Wir reißen uns los. Die Karte sagt uns: Hinauf bis fast zur Autobahn, dann im Wald nach rechts weiter.

Echse oder Märchenwesen?

Echse oder Märchenwesen?

Und es ist wie im Märchen: Eine gute Fee in Gestalt einer goldenen Blindschleiche weist uns darauf hin, dass da gleich eine schöne Bank kommt, auf der wir dann gut vespern können.

Da aber Feen manchmal auch etwas boshaft sind, hat sie diese Bank verhext: die nahe Autobahn dröhnt uns die Ohren zu – so schön der Platz ansonsten auch ist…

...sieht romantischer aus, als es war

...sieht romantischer aus, als es war

Frisch gestärkt geht es weiter. Nach dem Waldstück sind wir richtig “oben draußen” und haben einen weiten Blick über das Land.

Wir unterqueren die A61, gehen erst einmal ein Stück in die falsche Richtung und haben dann bald Wehr vor uns. Das erste Mal sehen wir in der Ferne die Burgruine Olbrück.

Erster Blickkontakt mit der Burgruine Olbrück

Erster Blickkontakt mit der Burgruine Olbrück

Durch Wehr und dann durch eine Menge Wald sind wir rasch hindurch, bis wir dann in der Ferne eine Lokomotive pfeifen hören – und da kommt auch schon auf einer antiken Bahnlinie (antik ist für den Zustand des Gleiskörpers schon sehr geschmeichelt) der “Vulkanexpress” an geschaukelt.

antiker "Vulkanexpress"

antiker "Vulkanexpress"

Die Fahrgäste aber scheinen das Ganze sehr zu genießen, sie winken uns lachend zu.

Die Burgruine Olbrück lassen wir links liegen – so sehr auch mein Burgen-Bezwinger-Trieb gegen diese Entscheidung rebelliert.

Denn es ist spät geworden, Maria Laach hat uns viel Zeit gekostet.

Von Weitem ist schon das Hotel Maarheide in Niederdürenbach zu sehen. Nur noch den Berg hoch und dann – dann erwartet uns eine freundliche Geschäftsführerin und führt uns in eine wunderschöne kleine Ferienwohnung mit getrenntem Wohn- und Schlafbereich. Das hätten wir hier zu diesem Preis nie erwartet. Und der Blick aus dem Fenster…

Friedmar Erfurt @ 16:59
Gespeichert in: Rotwein-Wanderweg im Ahrtal
Von Andernach nach Nickenich 12,6 km

Beitrag vom 7 Juni 2010

Montag, 07. Juni 2010

Es geht endlich los!

Start am Bahnhof Chemnitz

Start am Bahnhof Chemnitz

Aufstehen 3.30 Uhr. Wir erreichen noch den Bus 4.58 Uhr und haben am Bahnhof ausreichend Zeit. Der Triebwagen nach Nürnberg kommt pünktlich an – alles gute Vorzeichen für eine erlebnisreiche Wanderung?

Wir hoffen es sehr.

Monika sagte neulich einen bemerkenswerten Satz, der etwas Programmatisches bezüglich des Fernwanderns hat. Nach diesem turbulenten Frühjahr mit Freude an restlichen Arbeiten in unserer Wohnung, fröhlichen Stunden mit den Enkeln, gemeinsamen Unternehmungen mit Freunden und schließlich einer sehr informativen Bildungsreise durch die Westtürkei meinte sie an einem Abend mit einem müden Blick: “Ich freue mich auf die Eifel-Tour. Endlich einmal Ruhe!”

Heute vor einem Jahr waren wir gerade auf der zweiten Etappe unserer Konstanz-Chemnitz-Strecke. Wir brauchten eine lange Zeit, um die vielen Eindrücke von damals zu verarbeiten und uns im Klaren zu werden, worin die Werte solch ausgiebigen Wanderns liegen. Die körperliche, konditionelle Seite ist eher ein – erwünschter – Nebeneffekt. Die Hauptsache ist das Finden zu sich selbst, zu innerer Ruhe. Wer es nicht selbst erlebt hat, mag meinen, das Laufen zu zweit sei langweilig – so dahin zu stapfen, Kilometer für Kilometer, bergauf, bergab, bei knalliger Sonne, bei strömendem Regen, mit der drückenden Last des Rucksacks auf dem Rücken. Von Zeit zu Zeit macht man sich gegenseitig auf etwas am Wegesrand aufmerksam oder fragt nach dem Befinden des Anderen. Und wenn man nicht gerade singt – was bei mir öfters, bei Monika nie vorkommt – dann schweigt man. Minuten lang, eine Viertelstunde lang. Man hängt seinen Gedanken nach.

Und das tut unendlich gut. Kein Radio, kein Fernsehen – nur Ruhe, wohltuende Ruhe.

Fernwandern eben!

——–

Reichlich Wegemarkierung

Reichlich Wegemarkierung

Wir nähern uns Hof. Wir sind hundemüde und schlafen ein bisschen. Doch dann wird es langsam spannend, ob wir in

Nürnberg den IC nach Koblenz erreichen. Es klappt, auch in Koblenz und dann in Andernach sind wir pünktlich.

Und dann geht es los: ein Blick auf die Uhr – 13:30h.

Starten der beiden GPS-Empfänger und langsam Tritt fassen. Der gut markierte Weg beschert uns einen steilen Anstieg durch den Wald, er wird immer steiler – dann haben wir oben einen herrlichen Blick auf den Rhein und zurück auf Andernach.

Blick vom Höhenweg auf den Rhein

Blick vom Höhenweg auf den Rhein

Über eine längere Strecke verläuft der Weg im schattigen Wald – sehr angenehm bei diesem doch recht warmen Wetter. (Die Wetterfrösche haben sich wieder einmal selbst übertroffen…)

Wir stellen auf der Karte fest, dass wir ein wenig abkürzen können, wenn wir statt des eine Schleife schlagenden Weges einen steilen Grund hoch gehen – und es klappt diesmal. (Im Vorjahr haben wir nicht nur einmal auf solche Weise die Tour “verschlimmbessert”.)

Es folgt eine längere Strecke auf guten Feldwegen.

Ein guter Feldweg...

Ein guter Feldweg...

Dann sind wir plötzlich in einer Baustelle – hier werden tatsächlich für das viel gescholtene deutsche Stromnetz neue Leitungen gezogen.

Ein Bulldozer-Führer, der den Weg wieder einebnet, schwenkt sogar sein Planierschild zur Seite, um uns freundlich winkend durch zu lassen.

Wir bewundern die Monteure, die in luftiger Höhe die Hochspannungsleitung montieren.

... stoppt abrupt an einer Baustelle

... stoppt abrupt an einer Baustelle

Vorbei an einem Mennoniten-Friedhof und einzeln stehenden Bauernhöfen gelangen wir auf die Höhe, wo wir deutlich vulkanische Ablagerungsschichten an den Wegrändern erkennen. Darauf sind wir gespannt – auf die vulkanische Vergangenheit der Eifel, die ja noch gar nicht so lange zurückliegen soll.

Unser Zielort Nickenich beeindruckt uns mit seiner schönen Lage, mit Sauberkeit und frischen Häusern. Hier scheint es sich leben zu lassen! Dass wir aber auch eine Straße finden, die im Gedenken an einen im KZ ermordeten Pfarrer der Stadt benannt ist, überrascht uns positiv.

Das Hotel empfängt uns – klein, freundlich, angenehm. Wir haben es nach der kurzen Nacht, der langen Bahnfahrt und der Auftakts Wanderung unendlich satt, schlafen nach dem Duschen sofort ein und genießen nach einer Stunde Tiefschlaf bei einem kleinen Bummel die Ruhe des Ortes und ein zünftiges Abendbrot.

Friedmar Erfurt @ 16:40
Gespeichert in: Rotwein-Wanderweg im Ahrtal
Wir sind dann wieder mal weg…

Beitrag vom 7 Juni 2010

Was war nicht alles los in den letzten Wochen.

Der "Geburtstagsmann" war fleißig

Der "Geburtstagsmann" war fleißig

Gustav mit Ranzen Immer waren wir auf Achse. Beim 6. Geburtstag unseres Enkels Gustav in Aschheim bei München durften wir nicht fehlen – wir unterstützten ja den Geburtstagsmann beim Herbeischleppen des heiß ersehnten Schulranzens für den Kleinen.

Das war Ende April.

Dann ging es zurück nach Chemnitz – der alljährliche Ausflug mit der Runde unserer langjährigen Freunde folgte. Diesmal fuhren wir auf drei Tage in den Spreewald. Wir hatten Glück mit dem Wetter, vorausgesetzt man rechnet Mücken nicht zum Wetter. Die kleinen Biester hatten Anfang Mai bereits Hochsaison. “Es dauert nur 14 Tage” sagte unser Bootsführer. Was nützt das aber, wenn man genau in dieser Zeit zu Besuch ist…

Hagia Sophia Anschließend ging es fast nahtlos weiter. Nach langem Zögern hatten

Das wohl bekannteste Wahrzeichen von Istanbul

Das wohl bekannteste Wahrzeichen von Istanbul

wir uns für eine einwöchige Studienreise durch die Westtürkei entschieden. Dank warmen sonnigen Wetters und eines hervorragenden Reiseführers war es ein großes Erlebnis. Er brachte es auf den Punkt, als er wieder einmal zeitiges Wecken verkündete: “Wir sind doch schließlich auf einer Rundreise – und nicht im Urlaub!”

Als wir zuhause waren, stauten sich die Erlebnisse im Kopf. Ein Glück, dass es die moderne Technik gibt. Eine Diashow am 28”-Bildschirm ist zudem allemal unterhaltender als Fernsehen. Und so konnten wir nachträglich die Eindrücke sortieren – und z. B. vom Bild der Hagia Sophia die störenden Verkaufsbuden abschneiden…

Der Rottluffer Männerchor im Elsaß

Der Rottluffer Männerchor im Elsaß

Chor in Barr Pfingsten wartete dann schon wieder ein besonderes Erlebnis auf uns: wir fuhren mit dem Rottluffer Männerchor zum Besuch nach Barr im Elsass. Die dreitägige Busreise in die Geburtsstadt des sächsischen Lokomotivenkönigs Richard Hartmann war nicht zuletzt dank der offenherzigen Art unserer französischen Partner tief beeindruckend. Hinzu kam, dass ein strahlend blauer Himmel über den Vogesen und der Rheinebene stand.

Die zwei Wochen nach Pfingsten hielten wir durch, genossen die Feier des 60. Geburtstages unserer Schwägerin Gudrun und am 6. Juni ein tolles Konzert des Chemnitzer Bläserquintetts C-Brass in der Lutherkirche, bevor wir am Abend spät noch nach dem Packen der Rucksäcke die einzige vorhandene Flasche Bier köpften: “Morgen früh sind wir sowieso hundemüde. Also kann es auch noch eine Viertelstunde später werden…”

Der Wecker stand auf 3:30 h.

Friedmar Erfurt @ 16:33
Gespeichert in: Rotwein-Wanderweg im Ahrtal
Im Wein liegt Wahrheit nur allein…

Beitrag vom 19 April 2010

Irgendwann in diesem Winter, der seinen Namen zu Recht trug, saßen Monika und ich am Abend bei einem Gläschen Rotwein zusammen und reflektierten zum wiederholten Male Erlebnisse von unserer vorjährigen Wanderung Konstanz – Chemnitz. Und dann sagte Monika doch den ungeheuren Satz: “Weißt Du, dass ich diese Strecke unbedingt noch einmal laufen möchte?”

Mir verschlug es fast den Atem. Und ich hielt mit Rotwein dagegen – nicht nur mit dem im Glas: “Machen wir später, zu meinem 75. vielleicht – so es uns da noch gibt. Doch wie wäre es mit dem Rotwein-Wanderweg im Ahrtal? Der ist mir jüngst im Internet über den Weg gelaufen.”

Der Rotwein gab dem Rotwein die Zustimmung. “Klingt interessant.” Und wieder einmal hatte ich die Erlaubnis für ein Projekt, zu dem ich noch meine Neugier auf die geheimnisvolle, weil ehedem an Vulkanen reiche Eifel gesellte – und schließlich das wohlbekannte Endziel im Weingut Kreuz-Bauer im Moseldorf Minheim. Heraus kam eine Planung von 14 Etappen über 281 km, beginnend in Andernach, vorbei am Laacher See und Maria Laach, hinüber zum Ahrtal. Nach einem Abstecher nach Bad Münstereifel soll es anschließend südwärts gehen – ins Herz der Vulkaneifel. Und ein paar Tage Erholung zum Abschluss bei einem guten Weißwein in Minheim wären die Belohnung fürs Durchhalten.

Und so ist der Plan:

Von nach am km gesamt
Andernach Nickenich Montag.07.06.2010 12,6 12,6
Nickenich Niederdürenbach Dienstag.08.06.2010 19,0 31,6
Niederdürenbach Ahrweiler Mittwoch.09.06.2010 18,3 49,9
Ahrweiler Altenahr Donnerstag.10.06.2010 20,2 70,1
Altenahr Insul Freitag.11.06.2010 13,4 83,5
Insul Bad Münstereifel Samstag.12.06.2010 26,1 109,6
Bad Münstereifel Blankenheim Montag.14.06.2010 22,1 131,7
Blankenheim Ripsdorf Dienstag.15.06.2010 8,5 140,2
Ripsdorf Hillesheim Mittwoch.16.06.2010 25,4 165,6
Hillesheim Gerolstein Donnerstag.17.06.2010 13,8 179,4
Gerolstein Daun Freitag.18.06.2010 30,8 210,2
Daun Manderscheid Sonntag.20.06.2010 22,9 233,1
Manderscheid Wittlich Montag.21.06.2010 21,8 254,9
Wittlich Minheim Dienstag.22.06.2010 26,5 281,4

Übrigens: Der erste Mitwanderer hat sich schon gemeldet – Eckhard, der uns im vergangenen Jahr hinein nach Blaubeuren begleitete, will von Altenahr nach Insul mitgehen. Auf dem Rotweinwanderweg…

Friedmar Erfurt @ 23:18
Gespeichert in: Rotwein-Wanderweg im Ahrtal
Schuhe einlaufen!

Beitrag vom 19 April 2010

Monika trug sich bereits lange mit dem Gedanken einer erneuten Operation ihres Zehengelenks. Und nun standen Ort, Termin und ausführender Arzt bereits fest, quasi war das Messer schon gewetzt…

Da kam das Schicksal in Gestalt eines ihrer Schulkameraden daher, der im 1. Leben Orthopäde war, manchen Fuß operiert hatte und entsetzt aufschrie: “Ja nicht, wenn Du keine Schmerzen hast!”

Langer Rede kurzer Sinn: Am Tage der abgesagten Operation kauften wir ein Paar erstklassige Wanderschuhe, ließen sie anschließend vom Orthopädieschuhmacher an der bewussten Stelle ein wenig weiten – und wanderten.

Schloss Weesenstein im Müglitztal

Schloss Weesenstein im Müglitztal

Am Karfreitag ging es mit unseren Freunden, den “Rentnern”, ins Müglitztal bis zum Schloss Weesenstein.

Mit etwas über 11 km hatte die Strecke genau die richtige Länge, um im Fall der Fälle auf Überraschungen von Seiten der Schuhe reagieren zu können. Aber alles war o.k.

Und da sich gewöhnlich erst bei Mehrtagestouren die Schwierigkeiten herausstellen, ging es am folgenden Tag, dem Ostersonnabend, wieder auf Achse. Diesmal waren Regina und Thomas mit von der Partie, die uns im vergangenen Jahr Sachsen-Fähnchen schwingend auf sächsischem Territorium willkommen hießen.

Nun ging es von Kloster Buch das Tal der Freiberger Mulde hinunter bis Leisnig und retour. Die rund 12 km voller Kurzweil bei bestem Frühlingswetter und auf gut zu gehenden Wanderwegen waren viel zu schnell vorbei.

Blick hinauf zu Kloster Buch

Blick hinauf zu Kloster Buch

Und die Schuhe? Einwandfrei, keine Blessuren an den Füßen.

So etwas verlangt nach mehr. Und als am 18. April endlich wieder ein Sonnen-Sonntag ins Haus stand, beschlossen wir, eine größere Strecke zu gehen. Ich wollte eigentlich eine ordentliche Tour in der Sächsischen Schweiz machen, aber Monika protestierte: “An einem Sonntag müssen wir als Rentner nicht auch noch das überlaufene Rathen noch voller machen. Dort fahren wir mal in der Woche hin. Heute geht es zu Fuß von der Haustür los!”

Und wo sie recht hat, hat sie recht! Also liefen wir von Chemnitz-Ebersdorf durch den Zeißigwald, an der (Ex-)Talsperre Euba vorbei zum Adelsberg und weiter zur Bus-Endhaltestelle Schösserholz. Weil da der Bus aber gerade vor der Nase weggefahren war, ging es weiter zu Fuß bis ins Beimlergebiet zur Straßenbahn. Leicht von der Sonne verbrannt und recht müde kamen wir zuhause an. Der GPS-Datalogger hatte 21,1 km notiert.

Monikas Knöchel hatte zwar geringfügig Schaden genommen, aber daran waren wohl eher die frisch gewaschenen Trekkingsocken schuld. Fazit: Es kann wieder los gehen auf große Tour!

Friedmar Erfurt @ 21:17
Gespeichert in: Rotwein-Wanderweg im Ahrtal